Info / partizipation /


teens_open_space


ist ein mehrstufiges Verfahren zur Jugendbeteiligung
Jugendliche aus Malinovo (SK)
markieren ihre Lieblings-
und Gruselorte auf der Karte
In der Zukunftswerkstatt
definieren Jugendliche in
Bruck/Mur ihre Freiraumansprüche
Wir wollen neue Bewegungsflächen!
Modellbau in der Planungswerkstatt 
  
Steyrer Jugendliche hinter
Mikro und Kamera: ein
Interview mit Stadtrat Oppl
  
  Der Bautrupp in der Bauwerkstatt
  
Jugendliche in Graz filmen
das Geschehen während
der Planungswerkstatt
  
Wiener StreetworkerInnen bei
der Freiraumanalyse des
Yppenplatzes
in der Freiraumplanung.
In den Gemeinden werden mit Jugendlichen in 4
Workshops ihre Freiraumansprüche erhoben,
Umgestaltungsideen entwickelt und dargestellt,
ihre Umsetzungsansprüche gegenüber der Politik
formuliert und letztendlich neue Objekt für ihre
Lieblingsorte gebaut.
Parallel dazu wird versucht, den Beteiligungsansatz
in den Stadtverwaltungen zu verankern und
durch die Einbeziehung aller betroffenen Stellen
und Organisationen (z.B. Planungs- und
Jugendabteilungen, Jugendbetreuungsorganisationen
wie Schulen, Streetwork und Jugendgruppen) ein
gemeinsames Arbeiten für Freiräume im Interesse
der Jugendlichen zu erreichen.
teens_open_space wird von Dr. Karin Standler, Landschaftsarchitektin, Technisches Büro für Landschaftsplanung, Linz-Wien geleitet.
Die 4 Workshops mit den Jugendlichen passieren
über einen Zeitraum von 3 – 6 Monaten in dieser Reihenfolge:

Stadtspaziergänge zu Lieblingsorten und Gruselorten
Bei Spaziergängen mit dem Planungsteam durch
die Stadt zeigen die Jugendlichen wo Lieblingsorte
sind aber auch wo sie sich nicht gerne aufhalten.
Gemeinsam analysieren wir Aufenthaltsqualitäten
und Defizite der Jugendorte. Die Locations werden
diskutiert, Argumente werden vorgebracht, warum
ein Platz ein Lieblings- oder Gruselort ist,
Bedürfnisse und Sehnsüchte und erste
Verbesserungsideen werden geäußert.

Planungswerkstatt
In der Planungswerkstatt geht´s unter Anleitung
der FreiraumplanerInnen an die Entwurfs-Arbeit:
Jugendliche entwickeln Ideen für jene Orte, die
bei den Stadtspaziergängen als besonders wichtig
beschrieben wurden. Voller Kreativität und mit Hilfe
der unterschiedlichsten Materialien werden die
Umgestaltungsideen in einem Modell dargestellt.
Die Jugendlichen diskutieren mit den
FreiraumplanerInnen weitere freiraumplanerische
und lebensraumbildende Argumente, holen sich
Input und finden zu Innovation und gereifter
Realisierungsnähe.

City_line
In der city_line Jugendkonferenz stehen
verantwortliche PolitikerInnen und Beamte Rede
und Antwort, wenn die Jugendlichen ihre Arbeiten
vorstellen. Die Jugendlichen bringen Argumente
für ihre räumlichen Verbesserungsvorschläge,
drücken Kritikpunkte sowie Wünsche aus, die
der Projektidee zugrunde liegen und formulieren
den Umsetzungsanspruch an die Verantwortlichen
der Kommunen.

Bauwerkstatt
Ausgewählte Elemente aus der Planungswerkstatt
werden von den PlanerInnen durch eine
Detailplanung „baufertig“ gemacht. Unter fachlicher
Leitung realisieren die Jugendlichen ihre eigenen
Entwürfe und bauen mit Unterstützung der
Bauabteilung und Stadtgärten in der Bauwerkstatt
ihre Freiräume.

Die Arbeit in den 4 Werkstätten wird im Film
teens_open_space dokumentiert.

Film
Ein experimentell-künstlerisches Film- und Internetprojekt
mit dem Titel teens_open_space ergänzt die Arbeit
in den Werkstätten. Das Medienmodul ist sowohl
Projektdokumentation als auch eine weitere Möglichkeit
für die Jugendlichen, sich selbst und ihre Kreativansätze
in einem interaktiven Kontext zu erforschen und
darzustellen. Die Herstellung des Films soll dem
partizipativen Ansatz des Projekts Rechnung tragen.
Die Jugendlichen drehen selbst und stehen als
Handlungstragende selbst vor der Kamera.
So entsteht eine kollektiv gedrehte Doku, die eine
facettenreiche Antwort bietet auf die Frage:
„Welchen Freiraum brauchen Jugendliche?"
Das Internetportal zu teens_open_space wird als
interaktives Austauschforum konzipiert, jede/r ist
dazu eingeladen, spielerisch mit multimedialen
Darstellungen zu Freiraumthemen Stellung zu nehmen.

Durch Vernetzung und Weiterbildung versucht
teens_open_space die Jugendbeteiligung in der
Freiraumplanung zu forcieren.

Vernetzung
teens_open_space hat das Ziel, Kontakte herzustellen
und damit die Vernetzung jener Stellen zu garantieren,
welche die Freiräume, die Entfaltungsmöglichkeiten
Jugendlicher tangieren. Die Vernetzung innerhalb der
Gemeinden und unter den ProjektpartnerInnen stellt
die nachhaltige Wirkung des Projekts sicher. Die
Projektinhalte werden durch den direkten Kontakt
mit den Jugendlichen und ihren Ansprüchen transparent
und öffentlich - durch die Zusammenarbeit können diese
Inhalte innerhalb der beteiligten Stellen (auch nach Ende
der Projektlaufzeit) weiter transportiert werden.
Die Beteiligung vieler verschiedener PartnerInnen bietet
eine breitere Möglichkeit der Anknüpfung für andere
Gemeinden und Jugendorganisationen. Ziel ist daher
neben der Umsetzung der Umgestaltungsideen der
Jugendlichen auch die Entwicklung der Jugendbeteiligung
in der Stadtplanung, eine Institutionalisierung der
Partizipation, das Schaffen einer Anlaufstelle für
Jugendpartizipation innerhalb der Gemeinden/Fachabteilungen.

Weiterbildung
StreetworkerInnen und mobile JugendarbeiterInnen
sind jene in der Sozialarbeit, die aufgrund ihres
aufsuchenden Ansatzes im öffentlichen Freiraum
tätig sind und mit Jugendlichen im Freiraum zu tun
haben. Im Aufgabenbereich von Streetwork liegen
sowohl Gemeinwesensarbeit als auch Lobbyarbeit im
Sinne einer Sprachrohrfunktion für Jugendliche und
deren Bedürfnisse. Mitarbeiter der aufsuchenden
Jugendarbeit kommen somit in die Situation, einen
freiraumplanerischen Handlungsbedarf zu entdecken
und sich im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Neu- bzw.
Umgestaltung von öffentlichen Freiräumen für
Jugendliche auf kommunaler Ebene einzusetzen.
teens_open_space bietet für StreetworkerInnen
Weiterbildungen an, um die SozialarbeiterInnen in
ihrer Vermittlerposition zwischen Jugendlichen, Politik
und Planung zu stärken, wenn Um- und Neugestaltungen
von Freiflächen anstehen.

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Anmeldung: ich mach mit